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16.05.2010

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JENA
16.05.2010 Fest im Gundica

Hier noch ein paar Worte anläßlich zum Männertag :

Als ich heute im Discounter mit dem blauen Firmenlogo auf einen der Sonne ähnlichen kreisrunden Hindergrund und den beschwippsten "i" in der Mitte meine gerade erworbenen Sachen einpackte, schauten zwei Jugendliche, Jungs wohlgemeint, als sie gerade im weggehen waren noch einmal zur Verkäuferin (oder besser der Kassiererin, da zwar verkauft aber eigentlich nur noch kassiert wird) und wünschten ihr alles Gute zum Männertag. Da musste ich schon schmunzeln, obwohl ich ehrlich gesagt nicht genau wusste, wie sie es gemeint hatten. Vielleicht war es ironisch gemeint, dass sie als Vertreter des männlichen Geschlechts, obwohl keine Jungs mehr so waren sie doch noch keine Männer, einer Frau einen schönen Männertag wünschten. Es wäre ja auch komisch, wenn zwei Frauen einen Mann alles Gute zum Frauentag wünschen würden, oder? Vielleicht hatten Beide nur den Blick der Kassiererin bemerkt, welcher verriet, dass sie, ähnlich meiner Einschätzung ob Jungs oder Männer, nicht wusste, ob die eben eingekaufte Menge an Alkohol für sie selber oder für ihre Väter bestimmt war, und die Beiden so zum Ausdruck bringen wollten, dass sie sich schon den Männer zugehörig rechnen. Vielleicht hatten aber Beide nur Mitleid mit der gestressten Kassiererin, da sie so schnell von ihr abgefertigt wurden, damit sie sofort den nächsten in der langen Schlange an der Kasse von der schweren Last des Geldes befreien konnte. Na ja, vielleicht wollten sie mit ihrer Aussage die unermüdliche, selbstlose und aufopfernde Hingabe der Kassiererin honorieren, indem sie meinten: "Kopf hoch und durchhalten, meine Dame, bald haben sie es geschafft. Am Donnerstag ist dann endlich frei. (Wegen uns Männern, können wir bloß nicht so sagen)." Ich kann mich noch erinnern, als der Männertag kein Feiertag war, man als Mann Urlaub nehmen musste, um sich zu feiern. Dies hatte aber den Vorteil, dass man aber nur unter Männern war, denn die Frauen waren alle auf Arbeit und einige, nicht mit der Ideologie des Sozialismus konform (also Rebellinen), zu Hause. Wer aber außer dem Paramatma, der Überseele, weiß schon, was die beiden Jungen wirklich meinten?
Schmunzeln musste ich aber, als ich daran dachte, wie wir vor über 20 Jahren an Tagen wie den Männertag krampfhaft versucht hatten, unsere eigentlich schönen Kindertage zu beenden und die Pubertät vorzeitig weg zu zaubern, indem wir versuchten, dass nicht sehr beispielhafte Verhalten unser älteren männlichen Vorbilder zu imitieren. Die Statistik verrät, dass es an keinen Tag im Jahr mehr Schlägereien und Alkohol bedingte Verkehrsunfälle gibt, als am Männertag. Wir Männer verstehen es halt, uns zu unterhalten.
Eigentlich hat der Männertag, obwohl er statistisch gesehen einer der wichtigsten Feiertage im Reiche Mayas unter der Oberherrschaft des möchte gern Königs Kali ist, eine wichtige spirituelle Bedeutung. Dieser Tag heißt eigentlich Christi Himmelfahrt und markiert die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater. Nachdem der auferstandene Christus sich während vierzig Tagen vor seinen Jüngern zeigte, wurde er in den Himmel auf den Platz zu Rechten Gottes, seines Vaters, erhoben.
Wie alles im Kali-yuga degradiert, so wurde auch die Erinnerung an dieses Ereignis verwaschen. Aus Christi Himmelfahrt wurde Vatertag, da Christus zum Vater gegangen ist, und Kali hat allen Vätern gesagt, dass sie nun auch feiern können. Aus Vatertag wurde Herrentag, da der Vater Gott ist und er auch als Herr angesprochen wird, und Kali hat allen Herren gesagt, die noch keinen Väter waren, dass sie nun auch feiern können. Und aus Herrentag wurde dann der Männertag, da Herren auch Männer sind (aber Männer noch lange keine Herren), und Kali hat allen Männern gesagt, dass sie nun auch feiern können. Vielleicht wird dieser Tag ja bald Knabentag heißen, da jeder Mann ein Knabe war (aber Knaben noch lange keinen Männer sind), und Kali wird ihnen sagen, dass sie nun auch feiern können. Zum Glück ist der Kindertag ja schon auf den 1. Juni festgelegt, aber wer weiß, was noch passieren wird?
Sri Krischna erklärt in der Bhagavad-gita das Wunder der ewigen Seele zu Arjuna: "Für die Seele gibt es zu keiner Zeit Geburt und Tod. Sie ist nicht entstanden, sie entsteht nicht, und sie wird nie entstehen. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird." (BG 2.20) Weiter erklärt Er die Reinkarnation, die Seelenwanderung, wie folgt: "Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und neue anzieht, so gibt die Seele alte und unbrauchbar gewordene Körper auf und nimmt neue materielle Körper an." (BG 2.22) Diese Wiedergeburt bezieht sich auf den materiellen Körper, wobei es noch andere Formen der Wiedergeburt gibt. Eine davon ist die Wiedergeburt durch Einweihung, wie z.B. die Brahmana-Einweihung nach dem man zum zweimal Geborenen wird. Eine andere Form der Wiedergeburt ist, wenn wir unseren jetzigen materiellen Körper endgültig aufgeben und unseren ewigen spirituellen Körper wieder annehmen. Der Tag Christi Himmelfahrt markiert diese Transformation Jesu Christi und soll uns eine Quelle der Inspiration sein, uns von einem gewöhnlich sterblichen Lebewesen (auf den Körper bezogen) in ein ewiges spirituelles Lebewesen zu verwandeln.
Jesus Christus lehrte seinen Jüngern das "Vater Unser" als das wichtigstes Gebet für diese Transformation: "Vater unser der Du bist im Himmel. Geheiligt werde Dein Name...." Aber auch schon viel früher, vor 5000 Jahren, beschrieb Sukadeva Goswami seinen Schüler Pariksit Maharaj die wunderbare transzendentale Natur des heiligen Namens Sri Krischnas bei dieser Transformation:

"Die himmlische Ganga ist ein heiliger Pilgerort, da ihr Wasser Sri Krischnas Lotosfüße gewaschen hat. Aber als der Herr herabstieg und unter den Yadus erschien, hat Sein Ruhm den der Ganges in den Schatten gestellt. All diejenigen, die Ihn hassten und die Ihn liebten erhielten ewige Formen wie die Seine in der spirituellen Welt. Sein Name zerstört alle unglückverheisenden Umstände, wenn Er gehört oder gesungen wird. Welches Wunder ist es, dass Er, dessen persönliche Waffe das Rad der Zeit ist, die Erde von ihrer Last befreite?" (SB 10.90.47)

Euer Gopati das


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