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19.09.2010

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JENA
19.09.2010 Fest im Gundica
Sri Vamana Devas Erscheinungstag


Die Welt spielt verrückt, sie scheint immer mehr im Chaos zu versinken. Und selbst wenn es danach aussieht, dass wir eine chaotische Situation, ein Problem, gemeistert haben, entsteht aus der Problemlösung das nächste und meist auch größere Problem. Als in England die Pest wütete fanden Wissenschaftler heraus, dass die Pest durch Katzen übertragen wurde. Ihre Empfehlung, das Problem Pest zu lösen, war, alle Katzen zu töten. Da die Pest mit dieser wilden Aktion nicht gestoppt wurde, forschten sie weiter, mit dem Ergebnis, dass die tödlich verlaufende Krankheit durch Ratten übertragen wurde (eigentlich durch Flöhe, die von diesen Ratten hüpften). Leider war nun fast die gesamte Population des Katzenbestandes in England vernichtet, und die eigentliche Lösung war zu einem noch größerem Problem mutiert.

Ähnlich verhält es sich mit allen Lösungsvorschlägen, den Welthunger durch eine Umstrukturierung der Landwirtschaft zu bekämpfen. So werden Pflanzen gentechnisch verändert, damit sie resistenter gegen Krankheiten sind und (un-)natürlich ertragreicher werden. Da wir als menschliche Rasse (die Krönung der Schöpfung eben) betrachtet uns trotz eines halben Jahrhunderts der modernen und hoch technologischen Verhütungsmittel immer noch ungebremst vermehren, brauchen wir halt mehr Pflanzen und Getreide zum fressen. Fressen nicht essen, ja richtig gelesen; ist kein Slang oder wie der Anglizismen vermeidende Deutsche sagen würde: Jargon (für die Germanisten unter uns hier ist der Soziolekt gemeint). Fressen wird laut Wikipedia wie folgt definiert:

1.Die Nahrungsaufnahme bei Tieren.
2.Die unmanierliche bzw. unappetitliche Tätigkeit der Nahrungsaufnahme
beim Menschen.

Zu 1. Wir brauchen, da wir ja nun mal so viele sind (6 Milliarden und jede Sekunde werden es mehr), mehr und mehr Pflanzen und Getreide, die wir den lieben Tieren zum fressen geben, damit wir diese dann wiederum verputzen können (essen oder fressen, wird gleich geklärt).

Zu 2. Sicherlich meinten die Verfasser des Wikipedia-Artikels mit unmanierliche bzw. unappetitlicher Tätigkeit das Schmatzen und Rülpsen beim Essen oder sogar das Mit-Der-Hand-Essen. Wir als vedische
Wissenschaftler machen aber zwei andere Definitionen für die unappetitliche Tätigkeit der Nahrungsaufnahme, nämlich:
2a. Das Essen oder besser Fressen (ergibt sich aus der Definition) von Leichenteilen, beim toten Tier auch als Kadaver oder Aas bezeichnet, da Tiere in der Regel letal verputzt werden, was wiederum unappetitlich ist.
Es gibt natürlich auch einige Ausnahmen, wo lebende Tiere verputzt werden. Dies bleibt aber trotzdem Fressen und nicht Essen, da diese Tätigkeit besonders unmanierlich ist.
2b. Da die durch Zucht veränderten und gentechnisch manipulierten Pflanzen und Getreide keine vollwertigen Nahrungsmittel mehr sind und bei den meisten Menschen Mangelerscheinungen und Allergien hervorrufen, können sie auch nur als unappetitlich gelten. Daraus müssen wir leider schlussfolgern, dass selbst Vegetarier Fresser und keine Esser sind.

Als Lösung bietet sich hier nur an, dass wir auf Tiere fressen verzichten, da es nicht nur unmanierlich und unappetitlich ist, sondern wir eine große Menge Pflanzen und Getreide sparen würden, da Tiere nun mal mehr fressen als sie im Vergleich an Fleisch produzieren. Man könnte die frei werdenden Kapazitäten nutzen, um wieder richtige und vollwertige Nahrungsmittel anzubauen, Aber wahrscheinlich resultiert daraus das nächste Problem, da wir dann nur noch mehr Pflanzen und Getreide vernichten müssen (meistens durch Feuer), als wir es eh schon tun, damit wir die Lebensmittelpreise stabil halten oder sogar noch ein wenig Gewinn machen können. Ansonsten könnte es ja sogar soweit kommen, dass die Gruppe, die durch ihre Profitgier dieses Problem kreiert hat, für uns zum Problem wird, da sie plötzlich bettelarm wird und uns nur noch auf der Tasche liegt (und uns so wiederum das Geld aus der Tasche zieht, wie schon zuvor)... Eine Lösung und das nächste Problem...

Nein, wir brauchen eine universale Lösung für alle. Für die, die gierig sind und für die, die nicht gierig sind. Eigentlich möchte jedes Lebewesen glücklich sein, frei von materiellen Leid, welches in der Wiederholung von Geburt und Tod gipfelt. Sri Krischna ist Bhagavan. Im Sanskrit bezeichnet das Wort Bhagavan Gott. Wörtlich übersetzt heißt es, der der sechs Füllen in vollem Ausmaß besitzt, nämlich Reichtum, Stärke, Ruhm, Schönheit, Wissen und Entsagung. Im Srimat Bhagavatam beschreibt er, wie Er sogar bereit ist, dies alles mit uns zu teilen, indem Er uns auf Seine transzendentale Stufe erhebt:
„Eine Person, die alle fruchtbringenden Tätigkeiten aufgibt und sich selbst Mir ganz hingibt, sich begierig wünscht mir Dienst darzubringen, erlangt die Befreiung von Geburt und Tod und erhält eine Stellung, in welcher sie all Meine eigenen Füllen teilt.“ (SB 11.29.34)

Am Sonntag feierten wir den transzendentalen Erscheinungstag Sri Vamanadevas, eines Avataras Sri Krischnas, welcher erschien, um Bali Maharaj die Möglichkeit zu geben sich Ihm selbst ganz hinzugeben. Bali Maharaj ist ein Mahajan, ein besonderer Lehrer im Universum, der uns ganz besonders das
Atma-nivedana lehren kann, die Vollkommene Hingabe zu Krischna.

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