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Maha Mantra

Philosopie

BHAKTI YOGA

Den Pfad des bhakti-yoga, "der Hingabe an Gott", kann man auf ganz individuelle Weise beschreiten. In einem Tempel hat man die Möglichkeit, die vedische Philosophie zu studieren und verschiedene Aspekte ihrer Kultur, wie z.B. Musik und Meditation, zu erlernen. Größtenteils wird bhakti-yoga aber zu Hause, in der Familie, von Menschen aller Altersgruppen und aus allen gesellschaftlichen Schichten praktiziert. Entscheidend ist beim bhakti-yoga eigentlich nur, daß man sein ursprüngliches Gottes - oder Krishna - Bewußtsein, d.h. seine ursprüngliche Liebe zu Gott, wiedererweckt. Dabei sind gewisse grundlegende Richtlinien, die von den bhakti-yogis seit Jahrtausenden befolgt werden, durchaus sehr hilfreich.





























DER MAHA-MANTRA


Um sich in diesem Zeitalter auf die transzendentale Ebene zu erheben, sollte man den Empfehlungen der alten vedischen Schriften folgen. Kalau tad dhari-kirtanat. Dies bedeutet, daß man im gegenwärtigen Zeitalter einfach durch das Chanten, d.h. rezitieren der heiligen Namen Gottes, alle Vollkommenheit erlangen kann. Gott hat unzählige Namen entsprechend seinen Eigenschaften, seiner Beziehung mit seinen Geweihten und seiner Wahrnehmung in verschiedenen Kulturen.


Im
Yajurveda, einer Schrift der alten indischen Hochkultur der vedischen Zeit, findet sich eineTextstelle in Bezug auf das Rezitieren der göttlichen Namen.
Hier spricht Brahma am Ende des
Dvapara Yugas in Erwartung des momentanen Zeitalters, des Kali Yugas (Sanskrit für: dunkles Zeitalter des Streites und der Häuchelei, Eisernes Zeitalter) wie folgt zu Narada Muni:

"Horche nach dem, was alle
Srutis (vedischen Schriften) als ein Geheimnis bewahren, durch welches man den immerwährenden Zyklus des Seins im Kreislauf der Wiedergeburten überwinden kann. Einfach durch das Aussprechen der Namen Narayanas, (Sanskrit für:der höchste Herrscher, der Ursprung aller Ursachen) kann man die üblen Einflüsse Kalis (Sanskrit für: das pers onifizierte Böse) abschütteln.
Diese Namen
Narayans lauten wie folgt:


Hare Krishna Hare Krishna
Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare



Diese sechzehn Namen Gottes sind fähig die schlechten Auswirkungen Kalis zu zerstören. In all den Vedas läßt sich keine wirkungsvollere Methode als dieses chanten finden."

Kali Santarana Upanishad

Dieser Mantra (wörtl: das, was den Geist befreit) gilt in den vedischen Schriften als der Maha-Mantra, (Sanskrit für: der große Mantra, der König aller Mantren) In der westlichen Welt kennt man ihn im allgemeinen unter den Namen Hare-Krishna-Mantra.




























Insbesondere Sri Caitanya Mahaprabhu (1486-1533) lehrte diese uralte Methode der Meditation. Er machte das Chanten der Heiligen Namen für alle zugänglich, indem er mit seiner Mission begann, den Maha -mantra `in jedem Dorf und in jeder Stadt der Welt` öffentlich zu verbreiten. Hierführ reiste er durch ganz Indien und insbesondere Bengalen und Orissa.


In den sechziger Jahren dieses Jahrhunderts brachte A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896-1977) im Auftrag seines spirituellen Meisters Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura die Lehren Sri Caitanya Mahaprabhus von Indien in die westliche Welt und übernahm eigenhändig die Verantwortung ihrer Verbreitung. Ausgehend von New York umkreiste er insgesamt vierzehn Mal den Erdball in den ihm verbleibenden 11 Jahren seines Lebens und verhalf somit dem Hare Krishna mantra zu Weltruhm.



Das Sanskritwort Krishna bedeutet "der Allanziehende" und ist den vedischen Schriften zufolge der vertraulichste Name Gottes. Rama ist ein anderer Sanskritname Gottes und bedeutet soviel wie "die höchste Freude" oder auch "die Quelle aller Freude". Das Wort Hare steht für die Energie des Höchsten Herrn, durch die alles vollbracht wird. Wenn man daher den Maha-Mantra chantet, wendet man sich an die Energie des Höchsten Herrn und an den Höchsten Herrn selbst.

Das Rezitieren Gottes heiliger Namen wird in allen vedischen Schriften empfohlen und ist auf der ganzen Welt als der erhabenste und effektivste Prozess der Meditation bekannt. Die Klangschwingung Krishna ist nicht von Krishna verschieden, denn Krishna ist absolut. Da Gott absolut ist besteht zwischen Gottes Namen und Ihm selbst kein Unterschied. Sobald man daher in die transzendentale Klangschwingung der heiligen Namen Gottes eintaucht, besonders wenn man so zu höhren versucht, daß der Geist völlig in den Klang vertieft ist, hat man sofort mit dem Höchsten Herrn und Seiner Energie Gemeinschaft. Diese Art der Meditation reinigt das Bewustsein des Praktizierenden und seine schlummernde Liebe zur Höchsten Persönlichkeit Gottes wird wieder erweckt.


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