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»Den Fußspuren Sri Caitanya Mahaprabhus folgen«
Am Freitag, 29.05.2009 - Montag, 01.06.2009 fand das nunmehr 3. Sadhana Retreat in der Hohburger Schweiz statt. Zu unser aller Freude war auch dieses mal H.H.Kadamba Kanana Swami mit dabei. Unter dem Motto " den Fußspuren Sri Caitanya Mahaprabhus folgen " standen auch dieses Jahr wieder viel Krishna-Katha, ekstatische Bhajans, abenteuerliche Wanderungen und einige Überraschungen auf dem Programm.
Wir waren gekommen um unseren inneren Weg zu Sri Krishna zu vertiefen und so stand das Höhren und Chanten über Ihn natürlich im Mittelpunkt dieses Seminars. Maharaja inspirierte uns gleich am ersten Abend sehr frühzeitig schlafen zu gehen um am nächsten Morgen tief in das Chanten des Heiligen Namen einzutauchen. Und so drang dann auch bereits um 2 Uhr ein reges Gemurmel aus dem Tempelraum heraus und lockte mehr und mehr Devotees in den unendlichen Nektar einzutauchen. So ließen wir das übliche Programm bei Seite und versuchten für einen Morgen einmal so viel (64 Runden) und so aufmerksam wie nur möglich zu chanten. Einfach sich mal ins Chanten vertiefen! Das war eine so wunderbare tiefe und gleichzeitig erhebende Erfahrung. In seiner anschließenden Vorlesung griff Maharaja die Idee eines Vishram Mandiras (einen transzendentalen Ort der Ruhe) von Rupa Gosvami auf und ermunterte uns einen solchen in unserem eigen Leben zu finden, auf das wir dort Krishna begegnen können. Er legt uns nahe etwas zu finden, das uns ausfüllt und worin wir vollends aufgehen im hingebungsvollen Dienst. Etwas das uns tiefer gehen lässt.
Nach einem eher ruhigen und kontemplativen Tag riss uns dann am Abend mit Maharajas Segnung eine Woge ekstatischer Bhajans endgültig aus den Überbleibseln unserer materiellen Konzepte und spülte uns an die Lotusfüße des Herrn.
Sri Giriraja war der Mittelpunkt des Abends und wir verehrten Ihn mit einer wunderschönen Schaukelzeremonie.
Nach unserem allmorgendlichen Chanten begann Tag 2 mit einem Mega Kirtan bei dem nicht nur den Devotees die Luft wegblieb, sondern der auch diverse Kameras und erstaunte Morgenspaziergänger den Durchblick verlieren ließ. Es war so inspirieren zu sehen wie Maharaja trotz extremster Rückenschmerzen nicht davon abzuhalten war den Devotees zu dienen und so die totale Ekstase hervorrief.
Nach dem Frühstücksprasadam feierten wir dann die Namensgebungszeremonie von klein Sundari mit einem Feueropfer und begleitet von schönen Bhajans. Ramanada ermunterte alle der Kleinen viele Segnungen mit auf den Lebensweg zu geben und so überschütteten sie die Devotees mit allen nur erdenklichen guten Wünschen. Selbst die Großeltern waren sichtlich bewegt. Und wie es sich für solch eine Feierlichkeit geziemt, gab es im Anschluss daran ein Prasadam Festmahl von wahrlich überirdischer Exzellenz. Allein die Torte war schon ein Kunstwerk für sich. Da wäre es dann auch nicht weiter verwunderlich gewesen, wenn wir einfach alle danach in einem glücklichen Zuckerdelirium umgefallen wären und glückselig vor uns hin geschlummert hätten.
Aber weit gefehlt. Heißt es doch so schön - `nach dem Essen soll man ruhen oder 1000 Schritte tun`. Da Surya, der Sonnengott, es gut mit uns meinte, taten wir denn letzteres und begaben uns auf eine kleine Wanderung zum nahegelegenen Steinbruch um dort Maharaja zu treffen. Nach einem kleinen Bhajan ließ er uns wissen, dass wir ja noch unser kulturelles Program für den anstehenden Abend aufstellen müssten und teilte uns in drei Gruppen auf. Er gab drei Themenbereiche vor (Glückshormone, Lehrer und Eindrücke vom Retreat) und so trugen dann die jeweiligen Gruppen ihre Ideen zusammen und versuchten etwas für den Abend zu erarbeiten. Und das nach so einem Feast und in so kurzer Zeit! Und dann begann es auch noch zu regnen..! Maharaja Aussage:` Frauen und Kinder ins Auto, ich laufe! ` versetzte uns in einen leichten Schockzustand, in welchem wir jedoch nicht allzu lange verweilen konnten, wollten wir ihm folgen. Frische Waldluft erhebt ja bekanntlich das Gemüt und öffnete die Sinne aber scheinbar verweilte unser Orientierungssinn noch an einem anderen Ort und meditierte über eine blaue Torte mit einem niedlichen Baby auf einem Lotusblatt...So wurde es denn eine schöne aber auch etwas längere Wanderung durch die Hoburger Berge...
Kaum angekommen hatten wir dann noch 15 Minuten Zeit unsere Theaterstücke durchzugehen und dann war es auch schon soweit...Es war erstaunlich was alle in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hatten. So wurde es ein sehr schöner Abend, sehr lustig und tiefgründig zugleich. Vielleicht gibt es hier auch bald ein paar Videos von den Theaterstücken.
Nach einem ekstatischen Kirtan und einer sehr inspirierenden Morgenvorlesung von Maharaja gab es dann am nächsten Tag noch ein kleine Auswertung des Seminars wobei sich jeder der mochte dazu äußerte was er am inspiriernsten fand und was er mitnehmen würde von diesen Tagen. Das war im eigentlichen Sinne erst recht inspirierend. Nach dem Prasadam packten alle mit an und so war alles ruck zuck zusammengepackt und aufgeräumt und wir konnten uns aufmachen zurück ins dunkle Leipzig. Nicht zu sagen ins schwarze Leipzig, denn es war wieder einmal Wave Gotik Treffen und die ganze Stadt war voll mit den abenteuerlichsten Gestalten. So freuten wir uns denn auf einen bunten Harinama mitten durchs Getümmel. Aber davon später mehr..
Srila Prabhupada schreibt in der Erläuterung zum 4. Vers im Nektar der Unterweisung, dass die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein gegründet wurde, um eine Möglichkeit zu bieten, die 6 Arten liebevollen Austausch zwischen Gottgeweihten zu ermöglichen, wie sie Rupa Gosvami in eben jenem Vers beschreibt. So war dann auch das Retreat eine wundervolle Gelegenheit in familiärer Atmosphäre uns besser kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und unsere Beziehungen zu vertiefen und diese so auf eine spirituelle Ebene zu erheben. So hatten wir denn auch eine schöne, inspirierende Zeit miteinander, die wohl noch lange nachklingen wird.
ys mohini








Ein paar Eindrücke vom letzten Sadhana Retreat 2008 findet Ihr HIER.