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Sri Nityanada

Philosopie

Shri Nityananda (Nitya-ananda), auch Nitai genannt, erschien 1472 in Ekacakra, Indien. Sri Balarama ist die erste vollständige Erweiterung Shri Krishnas. Balarama befindet sich stets in der Stimmung, Shri Krishna auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu dienen. Nityananda ist dieser Balarama, welcher seinem ewigen Herrn Shri Krishna-Chaitanya hilfreich zur Seite steht.

Jugendzeit

Shrimati Padmavati Devi und Shri Hadai Pandita, zwei grosse gottgeweihte Seelen, konnten in diesem Erdenspiel Nityanandas die Rolle seiner Eltern einnehmen. Shri Nityananda kam vor Shri Chaitanya auf diese Erde. Seine Jugendzeit war geprägt von ausgelassenen Spielen mit gleichaltrigen Freunden. Seine Spielgefährten wollten ständig in seiner Gemeinschaft sein, und Abends bei Sonnenuntergang mussten ihre Eltern sie zwingen, nach Hause zurückzukehren. Nach einiger Zeit fühlten sich sogar die Eltern der Freunde so sehr zu Nityananda hingezogen, dass sie ihn mehr liebten als ihre eigenen Kinder.

Ein mystisches Spiel

Eines Tages ahmten sie alle gemeinsam das Kaliya-Lila nach (Krishna bezwingt den Schlangendämon Kaliya). Die Jungen sprangen in den nächsten Fluss und wurden ohnmächtig, aber Nitai - wie die Freunde Nityananda nannten - segnete sie, und so kamen sie wieder zu Bewusstsein. Wieder ein anderes Mal spielte Nitai die Rolle der Gopis (die Kuhhirtenmädchen von Vrindavana). Drei Jungen verkleideten sich als Krishna, Balarama und Akrura, die nach Mathura abfuhren, und Nitai weinte so bitterlich, dass ihm die Tränen aus den Augen schossen.

Einmal vertieften sich die Kinder so sehr in die Spiele Ramacandras und Lakshmans, dass Nitai, als er von einem Jungen mit einer Lotosblume beworfen wurde, für viele Stunden bewusstlos wurde, genau wie Lakshman, der im Rama-Lila von der Waffe eines Dämons getroffen wurde. Nitai zeigte keine Lebenssymtome mehr. Seine Freunde klagten und weinten erbärmlich: "Nitai, wach auf! Bitte, wach auf!" Als seine Eltern vom Unglück hörten, liefen sie sofort zum Ort des Geschehens, fielen jedoch sogleich in Ohnmacht, als sie den Zustand ihres Sohnes sahen. Währenddessen hatten sich einige Zuschauer versammelt, und die Jungen erzählten ihnen, was vorgefallen war. Da ergriff ein Mann das Wort: "Ich kenne den Grund für Nitais Bewusstlosigkeit. Ich habe schon einmal gesehen, wie er ausgezeichnet König Dasaratha (der Vater von Shri Rama) spielte, der starb, als er hörte, dass Ramacandra in die Verbannung gegangen war. Er spielt einfach seine Rolle sehr gut. Ich bin sicher, dass es ihm auf der Stelle wieder besser gehen wird, wenn Hanuman (der grosse Geweihte Shri Ramas) ihm jetzt seine Medizin bringt." Eigentlich hatte Nitai seinen Kameraden vor dem Spiel gesagt, dass sich einer als Hanuman verkleiden müsse, um ihm Medizin zu bringen, wenn er ohnmächtig wird, aber als es dann soweit war und Nitai wirklich zu Boden sank, waren seine Freunde so entsetzt, dass sie diese Unterweisung völlig vergaßen. Der Ratschlag dieses Mannes gab ihnen wieder die Erinnerung, und sogleich verkleidete sich einer der Jungen als Hanuman, um zu dem Gandhamandana-Hügel zu gehen. Ein anderer zog das Gewand eines Asketen an, um den dämonischen Onkel Ravanas zu spielen und Hanuman davon abzubringen, die richtigen Kräuter zu finden. Die kleinen Jungs spielten ihre Rolle auf solch gekonnte Weise, dass allen Anwesenden vor Erstaunen der Mund offen stand. All dies war nur auf Nitais Einfluss zurückzuführen. Als er wieder zu Bewusstsein kam, freuten sich alle so sehr über dieses Spiel, dass sie zu lachen und zu tanzen begannen. Shri Nityananda wurde zum Mittelpunkt von Ekacakra. Dennoch konnte niemand sein wahres Wesen verstehen.

Nityananda verlässt sein Zuhause

Im Alter von zwölf Jahren verliess Nityananda Sein Zuhause und besuchte alle heiligen Orte Indiens, bis er sich schliesslich in Vrindavana niederliess. Er wusste, dass sich Shri Chaitanya als gewöhnlicher Junge in Navadvipa aufhielt.

Nityananda in Navadvipa

Im Chaitanya-Bhagavata wird beschrieben, wie sich Nityananda und Gauranga zum ersten Mal begegneten. Beide erstarrten wie eingefroren. Keiner von ihnen konnte etwas sagen oder sich bewegen. Gauranga konnte das Herz Nityanandas verstehen und offenbarte sich ihm als die höchste Persönlichkeit Gottes, und Nityananda offenbarte seine ewige Stellung als erste vollständige Diener-Erweiterung des Herrn. Gemeinsam verbreiteten sie nun das Singen (Sankirtana) der heiligen Namen Krishnas.


Die Lotusfüße Sri Nityananda Prabhu

bhaktivinoda daki' koy

nitai-carana bina ara nahi asraya

"Bhaktivioda ruft aus: "Außer den Lotusfüßen Sri Nityananda gibt es keine andere Zuflucht ! "



1.
Muschelhorn (shanka) - Dieses glücksverheißende Zeichen zeigt an, dass diejenigen, welche bei den Lotusfüßen Sri Nityananda zuflucht suchen, immer von allen Arten von Leid gerettet werden. Ebenso wie während der Arati Zeremonie das Muschelhorn benutzt wird um das Wasser aufzufangen, welches direkt nach dem Feuer der Geelampe geopfert wurde, genauso halten die Lotusfüße Sri Nityananda Prabhus transzendentales Wasser, welches Seine Devotees gegenüber dem lodernden Feuer der materiellen Leiden kühlt. Dieses Symbol verkündet auch den endgültigen Sieg der Devotees, da das Muschelhornzeichen auf Seinen Füßen den gesamten Ozean der materiellen Existenz beinhaltet, welcher nun ganz einfach zu überqueren ist. Dieses Zeichen deutet auch darauf hin, dass diejenigen, welche bei den Lotusfüßen Nityananda Prabhus Zuflucht gesucht haben, vollständig angstfrei werden.

2.
Flagge (dhvaja) - Dieses Zeichen verkündet Sicherheit und Schutz for allen Arten von Angst für all jene, welche bei Seinen Lotusfüßen Zuflucht gesucht haben

3. Fisch (matsya) - Dieses Zeichen zeigt, dass genauso wie ein Fisch nicht ohne Wasser überleben kann, ein hingegebener Devotee nicht einen Moment ohne den Konntakt mit den Lotusfüßen Sri Nityananda Prabhus leben kann. Es zeigt außerdem an, dass all die größten Wünsche und Sehnsüchte derjenigen, welche fest an seinen Lotusfüßen halten, wahrhaftig erfüllt werden. Dieses Zeichen bedeutet weiterhin, dass der Geist sehr flackerhaft und unsteht ist - wie ein Fisch der mal hier und mal dorthin schwimmt. Erst nach langer Meditation erscheinen Seine Füße im Herzen. Es bedeutet auch, dass Nitais Füße erst dann im Herz erscheinen, wenn dieses durch sanfte liebevolle Gefühle verflüssigt, bzw. geschmolzen ist. Seine Füße lassen sich nicht dort nieder, wo es trocken ist.

4.
Lotus (kamala) - Dieses Zeichen weißt auf die Gier nach Necktar im Geiste der bienengleichen Devotees, welche über die Lotusfüße Sri Nityanandas meditieren. Der Lotus verdeutlicht außerdem, dass genauso wie eine Lotusblume aus dem Wasser wächst, ebenso diejenigen, deren Augen mit Tränen angefüllt sind, während sie die Heiligen Lotusfüße Sri Nityanandas an ihr Herz halten, den größten Segen empfangen. Dieses Zeichen verweißt auch auf die Glücksgöttin, Sri Lakshmi Devi, welche immer zu seinen Füßen residiert und in Seinem demütigen Dienst beschäftigt ist. Es weißt darauf hin, dass Seine Lotusfüße so weich sind, dass sie nur mit Lotusblütenblättern verglichen werden können. In der Tat, wenn man zum ersten mal auf Seine Lotusfüße schaut, ist man verleitet zu denken, man sähe frische Lotusblüten. Dieses Zeichen offenbart auch die Tatsache, dass genau wie der Lotus am Tag erblüht und in der Nacht sich verschließt, genauso fühlen diejenigen, welche in der Meditation über Seine Lotusfüße gefestigt bleiben, immer ein aufblühendes sich entfalten von scheinender sattvika Extase, welche die Dunkelheit der Unwissenheit vertreibt. Es bedeutet auch, dass die Biene des Geistes des Devotees nicht über die Grenze der trockenen Spekulation (jnana) und Entsagung (vairagya) fliegen kann, ohne die angebotene Verlockung des höheren Geschmacks des Necktars Seiner Lotusfüße.

5. Bogen (dhanu) - Dieses Zeichen verrät, dass diejenigen, welche Zuflucht bei den Lotusfüßen Sri Nityananda suchen, immerwährend frei von allen Sorgen und Schwierigkeiten werden. Es zeigt auch, dass diejenigen, welche abgestumpft in der materiellen Welt sind, bewegungslos bleinen, wie ein Ziel, und nicht zu seinen Lotusfüßen kommen. Wohingegen jene, welche zum letztendlichen Ziel Seiner Lotusfüße kommen dort bleiben und niemals wieder in die materielle Welt zurückgehen. Desweiteren, wenn der Geist des Devotees das Ziel Seiner Füße trifft, dann verdichtet sich Prema als Resultat und fließt als Tränen von seinen Augen über.

6.
Viehtreibestock (ankusha) - Dieses Zeichen zeigt an, dass die Meditation über Nitais Füße den Elefanten des Geistes des Devotees unter Kontrolle bringt und ihn auf dem richtigen Weg hält. Es zeigt auch, dass diejenigen, welche einfach nur auf dem Weg zu Seinen Lotusfüßen bleiben die Besten unter den Menschen werden, genauso wie jemand, der auf dem Rücken eines Elefanten reitet weit über allen anderen reist.

7.
Altar (vedi) - Dieses Zeichen verkündet, dass die Sünden derjenigen, welche über Seine Lotusfüße meditieren, verbrannt werden, als wie auf dem Altar des Opfers. Desweiteren zeigt es an, dass, genauso wie das Universum durch die Feueropfer der Brahmanas genährt wird, ebenso diejenigen, welche Ihren Geist im Opfer zu Seinen Lotusfüßen dargebracht haben, die universelle Nahrung anregen, welche der ganze Schöpfung zu gute kommt.

8. Halbmond (ardha-candra) - Dieses Zeichen simbolisiert wie Seine Füße wahrhaftig die begehrten Ziele seiner Devotees zur verfügung stellen. Es zeigt an, dass sogar Halbgötter wie Lord Siva (dessen Symbol der Halbmond ist) ihre eigenen Köpfe mit den Sohlen Seiner Füße dekoriert haben. Es zeigt außerdem, dass Devotees, welche ebenso ihre eigenen Köpfe mit Seinen Füßen dekorieren, genauso erhoben werden können wie Lord Siva. Ebenso wie der Mond mit seinen kühlenden Strahlen Nektar herabregnen lässt, genauso lassen Nitais Lotusfüße Nektar auf die Devotees herabregnen und löschen so die drei Leiden des materiellen Daseins. Damit der Geist der Devotees zu Seinen Füßen residieren möge tragen Sie das Zeichen des Mondes (welcher die Herrschende Gottheit des Geistes ist). Genauso wie der Mond einer ist und dennoch die Dunkelheit zerstört, welche von vielen gleichzeitig wahrgenommen wird, ebenso ist der Herr einer und kann dennoch durch Seine Geschicklichkeit viele Seelen zur selben Zeit befreien. Der Halbmond zeigt auch an, dass, weil Seine Zehnägel wie zehn strahlende Vollmonde erscheinen, der echte Mond vor Scham eingeschrumpft ist und jetzt als Halbmond erscheint.

9.
Krug (kalasa) - Dieses Zeichen zeigt, dass Nitais Füße den goldenen Krug tragen, welche voll von reinem nektagleichem Ambrosia ist und welcher frei von den hingegebenen Seelen genossen wird; in der Tat werden sie nie des Nektars beraubt sein, da Sein Krug immer voll bleibt. Dieses Zeichen verweißt auch darauf, dass Seine Füße Nektar hervorbringen, welcher die lodernden dreifachen Leiden der getrennten Devotees verlöschen läßt. Der gefüllte Krug ist ein Symbol welches anzeigt, dass nichts unglücksverheißendes sich Seinen Devotees nähern kann. Vielmehr bringen Seine Füße Bäche von Glück, welche ihren Uhrsprung in Seinem Heiligen Glück haben, hervor.

10. Feuerrad (cakra) - Dieses Zeichen bringt die sechs Feinde der Devotees - nämlich Lust, Zorn, Illusion, Neid, Gier und Verwirrung - zur Strecke. Es verweißt auf teja-tattva oder dem Prinzip der Leuchtkraft durch welches Er die Dunkelheit der Sünden, aus dem inneren des Herzen Seiner Devotees heraus, zerstört.

11.
Himmel (ambara) - Dieses Zeichen zeigt an, dass Seine Füße alldurchdringend durch die gesamte Schöpfung, sowohl innerhalb als auch außerhalb aller Manifestationen, sind. Es weißt desweiteren darauf hin, dass, obwohl Seine Füße überall sind, sie dennoch genauso wie der Himmel unangehaftet sind.

12.
Schirm (catra) - Dieses Zeichen beweißt, dass diejenigen, welche Zuflucht bei den Füßen Nityanandas gesucht haben, vor dem starken Regen der materiellen Leiden beschützt werden. Es ist auch ein Kennzeichen dafür, dass diejenigen, welche im Schatten seiner Lotusfüße sitzen, erhöht werden, genauso wie Maharajas (große Könige), über deren Köpfe für gewöhnlich Schirme gehalten werden.

13.
Kuhhufabdruck (gospada) - Dieses Zeichen bedeutet, dass für diejenigen, welche die volle Zuflucht der ununterbrochenen Meditation über Seine Füße gesucht haben, der Ozean der weltlichen Existenz sehr klein und unbedeutend wird, wie das Wasser im Hufabdruck eines Kälbchens und somit sehr leicht überquert werden kann.

14. Blitz (vrajra) - Dieses Zeichen zeigt, dass die Meditation über die Füße Nitais den Berg der karmischen Reaktionen auf vergangene Sünden bei Seinen Anhängern zerschmettert. Es zeigt auch, dass wer an Seinen Füßen festhält erhöht wird, wie Indra. ( dessen Waffe der Donnerkeil ist )

15.
Rosen-Apfel (jambu-phala) Dies ist ein Zeichen, dass Seine Füße die einzigen verehrungswürdigen Objekte für alle diejenigen sind, welche Einwohner von Jambudvipa, der "Insel des Rosen-Apfel" - nach vedischen Kosmographie, sind.

16.
Keule (gada) - Dieses Zeichen zeigt, dass die Füße Nityanandas in der Lage sind, den sündvollen Elefant der Lust zu züchtigen. Des weiterem deutet dieses Zeichen darauf hin, dass auch die Vorfahren all derjenige, die Schutz bei Seinen Füße suchen, davon profitieren.

17.
Speer (shakti) - Dieses Zeichen garantiert denjenigen, die sich wünschen die elenden Fesseln der weltlichen Sphäre zu durchtrennen und, die Zuflucht bei Nitai suchen, dass Seine Füße sofort erscheinen um alle Verwicklungen und Schwierigkeiten zu durchtrennen. Es zeigt auch, dass Er shaktiman ist oder der natürliche Besitzer aller göttlichen Kräfte, wohingegen Seine Diener nicht mit separater, unabhängiger Macht, ausgestattet sind, sondern völlig abhängig von Ihm sind.

18. Blume (puspa) - Dieses Zeichen zeigt, dass der göttliche Ruhm Seiner Füße sich überall hin ausbreitet wie der Duft einer Blume. Es zeigt auch, dass seine Füße sind nicht hart, sondern weich wie Blütenblätter sind. Und es bedeutet auch, dass genauso wie jede Frucht entsteht nachdem die Pflanze geblüht hat, jede spirituelle Frucht entsteht nachdem sie zuerst an der Fußsohle des Herrn geblüht hat.

19.
Kletterpflanze (valli) - Dieses Zeichen symbolisiert, wie intelligente Menschen an den Lotus-Füße Nityananda´s festhalten gleich wie Kletterpflanzen an allem haften was aufsteigend ist.

20.
Pflug (hala) - Seine göttliche Gnade Srila Gour Govinda Swami erklärt in seinem Buch "The Flow of Nectar ": "Balarama ist Nityananda Prabhu. Seine Lotus-Füße sind so kühlend wie die kühlende Wirkung von Millionen von Monden. Balarama hat einen Pflug in Seiner Hand und Krishna hat eine Flöte in Seiner Hand. Am Anfang ist die Kultivierung von karsana erforderlich. Dann werden alle schlechten unkrautgleichen Dinge ausgerottet werden. Das Feld sollte ordnungsgemäß mit dem Pflug Balarama´s kultiviert werden, dann wird das Feld des Herzens - hrdaya-ksetra - fruchtbar werden und der Same der hingebungsvollen Kletterpflanze - Bhakti-lata - wird gesät werden. Nach der richtigen Bestellung (des Feldes) durch den Pflug von Nityananda / Balarama, wenn das Land ist fruchtbar, dann sollte der Same gesät werden. Dann, wenn man prema-bhakti entwickelt wird man von Krishna´s Flöte angezogen werden. Die Flöte bedeutet akarsana - Attraktion. Karsana-akarsana - Kultivierung und Verzauberung.

Auszüge aus dem Buch "Radha-Krsna Nectar"
Kapitel "The Meaning of the Auspicious Marks"

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