Hauptmenü
Neues > Artikel
Als ich für das letzte Sonntagsfest einkaufen war, musste ich erschreckend feststellen, dass die Lebensmittelpreise wieder einmal explodiert sind. Da dachte ich mir noch, dass dies ein wirklich gut ausgeklügelter Plan unserer Mutti ist, um die Entwicklungshilfe für unsere maroden und von der Finanzkrise arg gebeutelten Banken zu finanzieren. Wir erinnern uns: als es den Banken so richtig schlecht ging, da sie sich verspekuliert hatten und plötzlich ihr ganzes Geld weg war, hatte die Mutti einen finanziellen Rettungsschirm gespannt, damit die Banken nicht von ihrem Höhenflug so hart auf dem Boden der Realität knallen sollten.
Da hatte sie riesige Kredite von den Banken, die eigentlich kein Geld hatten, aufgenommen, um anschließend dieses Geld den Banken wiederzugeben, damit sie wieder Geld haben. Das verstehe ich zwar nicht, genauso wenig, wie man das Ding als Rettungsschirm in Anlehnung zum Fallschirm nennt, da man zwar nicht so schnell fällt, die Richtung nach unten aber doch immer noch die Gleiche ist. Vielleicht wollte man ja nur ehrlich dem Steuerzahler gegenüber sein. Na ja, wenn ich es verstehen würde, wäre vielleicht aus mir noch etwas geworden.
So muss die Mutti halt ohne mich auskommen. Auf jeden Fall hat es geholfen, da die Leute von der Bank letztes Jahr noch nie so viel Geld verdient haben. Nun sind da nur noch die Kredite, die jetzt als Staatschulden verbucht sind. Die Geschichte hat gezeigt, dass diese in der Regel über steigende Lebenserhaltungskosten weg inflationiert werden. Da dachte ich doch, dass ich meinen wenn auch unbedeutenden Beitrag zum Wohl unserer Banken durch das Zahlen von Lebensmittelpreisen, die ich sonst als frech empfunden hätte, leisten kann. Aber weit gefehlt.
Da flatterte die Tage doch die Meldung ins Haus, dass die überhöhten Lebensmittelpreise eine ganz andere Ursache haben. Es hat sich nämlich der Preis für Agrarrohstoffe (komisches Wort für uns nicht BWLer) wie Weizen, Mais und Soja sich seit August letzten Jahres fast verdoppelt. Der Grund dafür wäre eine Getreideknappheit, hervorgerufen durch die Dürre in Russland und China, die Flut in Australien sowie die extreme Kälte im US-Hauptanbaugebiet. Wenn wir dies aber einmal genauer recherchieren würden, kämen wir aber zu dem Schluss, dass das so nicht stimmt.
Zurzeit essen wir zwar mehr als hergestellt wird, die Getreidevorräte in den Lagern sind aber so hoch, dass wir noch ein Jahrzehnt keine Nahrungsmittelknappheit hätten. Der Grund ist ein andererZum einen hat die Finanzindustrie die Nahrungsmittel für ihre Spekulationsgeschäfte entdeckt und verteuert diese durch künstlich hervorgerufene Knappheit. Es gibt Ernten, die sind schon zwei Jahre vorher, d.h. selbst vor der Saat, von Banken aufgekauft, damit sie damit großen Gewinn machen. Die wirkliche Ursache ist hier einfach Gier.
Zum anderen wird ein großer Teil des Getreides nicht als Nahrungsmittel verwendet sondern als oben genannte Agrarrohstoffe. Vierzig Prozent wird in der Fleischproduktion an Tiere verfüttert und ein riesiger Anteil wird unter dem Vorwand des Umweltschutzes für die Herstellung von Biosprit benutzt. Beides ist ökonomisch wie ökologisch mehr als bedenklich, da Unmengen an Wald brandgerodet werden, weil die Anbauflächen für Getreide nicht mehr ausreichen, damit wir ökologisch unbedenklichen Sprit bekommen.
Deshalb lassen wir lieber ungefähr eine Milliarde Menschen hungern, damit wir ohne schlechtes Gewissen Auto fahren können. In Deutschland wird auch das Heizen mit Weizen gefördert, da es weniger CO2 produziert. Alles im Namen des Umweltschutzes.
Wir schützen die Umwelt, indem wir sie noch mehr zerstören.
Allerdings ist dieses Konzept für den gesunden Menschenverstand nicht leicht nachzuvollziehen.
Bereits die jahrtausendalten Schriften der vedischen Hochkultur beschrieben diesen vermeintlichen Lösungsansatz als fehlerhaft. Es heißt dort, dass der Versuch materielle Probleme mit Hilfe materieller Lösungen zu beheben im Laufe dieses Prozesses automatisch komplexere und schwerwiegendere Probleme hervorrufen wird. In diesem Zusammenhang fiel mir kürzlich ein Autobahnschild ins Auge, dass die zeitweiligen Unannehmlichkeiten entschuldigte, die bei dem Versuch dauerhafte Annehmlichkeiten zu schaffen, auftrehten würden. Allerdings scheint es sich bei Autobahnen um Dauerbaustellen zu handeln.
Dabei ist Krischna der größte Umweltaktivist. Als Kind hat Er Erde gegessen, um sie zu reinigen. Er hat das Wasser der Yamuna gereinigt, indem Er die giftige Schlange Kaliya vertrieben hat. Er hat die Umweltbedrohung durch Feuer beseitigt, als Er den Waldbrand einfach verschluckte. Und indem Er den Wirbelwinddämon besiegte, hat Er die Luft gereinigt. Das Srimad Bhagavatam (SB 10.5.5) beschreibt, wie Brahmanas die Umwelt durch vedische Mantren gereinigt haben. Wir können auch einen Mantra zur Umweltreinigung chanten, selbst wenn wir keine Brahmanas sind. Der Hare Krischna Maha-mantra erfordert keine Qualifikation dafür.
Das Chanten der heiligen Namen ist der perfekte Umweltschutz, da er keine negativen Auswirkungen wie z.B. Hunger hat. Und er reinigt nicht nur die äußerliche Umwelt sondern auch unser von Neid und Gier verschmutztes Herz. Im Sri Siksastakam heißt es: "Höchster Ruhm dem Shri Krishna-Sankirtana, der das Herz von allem seit unvordenklichen Zeiten angesammelten Staub reinigt und der das Feuer des bedingten Daseins, der sich wiederholenden Geburten und Tode, löscht! Diese Sankirtana- Bewegung ist die größte Segnung für die gesamte Menschheit..." Dann sinken vielleicht auch wieder die Lebensmittelpreise.
_____________________________________________________________________________________________________________________________________
ART OF LOVE Was ist „The Art of Love“ oder zu deutsch „Die Kunst der Liebe“? Nein, es ist nicht die Kunst, lieb zu sein und sich nett zu benehmen WEITER
GREEN ILLUSIONS In den Medien wird täglich ein düsteres Bild der aktuellen Situation der Welt dargestellt, durch Finanz-und WEITER
TOP KILL Wisst Ihr was ein Top Kill ist? Nein, es ist nicht der plötzliche letal verlaufende Hitzschlag durch die jetzt unerwartete auftretende Hitzewelle WEITER
_____________________________________________________________________________________________________________________________________
hare krishna hare krishna krishna krishna hare hare hare rama hare rama rama rama hare hare